26. August

Fundgrube des interaktiven Erzählens

Foto: Code Barre (Arte/NFB)

 

Bereits 2012 experimentierte arte als einer der ersten Sender mit einer großangelegten Dokumentarreihe – konzipiert fürs Netz. Mit Lebt wohl, Genossen hielt das interaktive Erzählen auch bei den Öffentlich-Rechtlichen Einzug.
Doch das Konzept von Dokumentarprojekten produziert für das Internet erscheint meist nur wie Beiwerk zum eigentlichen TV Angebot während das Angebot und Interesse allerdings stetig wächst. Für Neulinge aber auch „alte Hasen“ empfiehlt sich hierzu einmal in den Fundus des Archivs von webdoku.de reinzuschauen – einem ansehnlichen Prokrastinations-und Weiterbildungsangebot .
 
Webdoku.de Screen
 

Die Webseite bietet einen holistischen Rundumblick. Leider nicht immer auf dem neuesten Stand bietet Philip Barth (Inh. der Seite) Reviews und Vorstellungen zu internationalen hochwertigen Dokuwebprojekten. Darüber hinaus stellt er auch die geschichtliche Entwicklung des Webphänomens dar. Neben diesem Informationsangebot präsentiert die Seite auch Interviews mit den Machern der Webdokus. Hierdurch erhalten die Kreativen des Projekts die Möglichkeit sich zu diesen zu äußern, aber v. a. ist es den Interessierten möglich Info zu Produktion aber auch den Personen zu erfahren. Ein Austausch zwischen Produzent und Teilnehmer ist also möglich.
 

Ausschnitt: Darstellung einer Erzählstrukturanalyse von Webdokus

Ausschnitt: Darstellung einer Erzählstrukturanalyse von Webdokus

Durch Kategorien wie Spielereien findet sich denn aber auch verspielt Unterhaltsames wie das Projekt Bla Bla, in welchem dem Nutzer die Geschichte der Kommunikation spielerisch näher gebracht wird. Auch mit solchen kleinen Goldstücken, welche einfach nur Spaß und Lust machen, punktet die Seite. Schön ist aber insbesondere das Vorstellen von Tools fürs Selbermachen. Der Berliner stellt neben Software auch diverse „How –To“- Anleitungen vor. Die Analyse der Struktur von Webdokus sollte besonders für frisch Interessierte einige Aha-Momente bieten.

 

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